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Das begabte Gehirn

Forschung - Das begabte GehirnIn seinem Referat "Das begabte Gehirn" und zeigte Prof. Lutz Jänke auf, wie wichtig die Vorgänge im Gehirn für die Intelligenz und das Lernen sind. Er geht dabei auf die folgenden Fragen ein.

  • Einmal gelernt, Wissen für immer?
  • Fliegen überdurchschnittlich und hoch begabten Kindern die Lernstrategien und das Wissen einfach so zu?
  • Fazit: Welche Konsequenzen müssen gezogen werden?

use it - or loose it

Benutze dein Gehirn
oder verliere die gelernten Fähigkeiten

Prof. Lutz Jänke

Die Informationen wurden dem Vortrag "Das begabte Hirn" von Prof. Lutz Jänke entnommen, gehalten an der Tagung "Begabungsförderung früh starten! Tagung für Kindergarten und Unterstufe" (2005) des Netzwerkes Begabungsförderung.

>> Download Artikel (PDF-Datei)

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Einmal gelernt, Wissen für immer?

Nach Prof. Lutz Jänke ist die Begabung (Potential, Intelligenz) angeboren. Allerdings sind Lernen und Training unumgänglich, bevor eine Begabung in entsprechende Fertigkeiten
(Leistungen) umgesetzt werden kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Das Gehirn ist plastisch, dass heisst es kann sich verändern. Es kann gleichzeitig Neues lernen und Bekanntes vergessen. Langzeiterfahrung kann eine niedrigeres Begabungspotential kompensieren. Das Training verändert unser Gehirn. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in den folgenden Punkten zusammengefasst.

  • Das Training verändert unsere Leistungsfähigkeit.
  • Selbst aussergewöhnliche Leistungen sind überwiegend von Trainingsintensität und Trainingsqualität abhängig. Sie sind nicht nur ein Geschenk Gottes.
  • Hauptproblem -> Motivation
    Für aussergewöhnliche Leistungen braucht es neben der angeborenen Begabung (Potential) auch eine Motivation, die über längere Zeit anhält.

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Fliegen überdurchschnittlich und hoch begabten Kindern die Lernstrategien und das Wissen einfach so zu?

Der Frontalkortex

Den Umgang mit den Informationen und somit den Lernprozess lenkt im Gehirn ein spezieller Bereich "der Frontalkortex". Hier wird:

  • sortiert
  • modifiziert
  • geordnet
  • ausgewählt
  • bewertet
  • vernetzt

Diese Vorgänge benötigen die Aufmerksamkeit des Menschen. Er braucht die Fähigkeit, sie bewusst einzusetzen und zu kontrollieren. Er muss sich und der Verarbeitung von Informationen Mühe geben und sich konzentrieren.

Die Entwicklung und Reifung des Frontalkortexes

Wichtigste Erkenntnisse werden in den folgenden in Punkten kurz zusammengefasst:

  • Das Gehirn hat bis zum 6. Lebensjahr sein maximales Gewicht fast erreicht.
  • In der Kindheit bis in die erste Lebensdekade reift der Frontalkortex. Das Kind lernt Informationen zu speichern und mit ihnen umzugehen.
  • In der Jugend (2. Lebensdekade) nimmt die Dichte der grauen Substanz ab, während diejenige der weissen zunimmt. Der Frontalkortex wird umgebaut. Die Verkabelung, dass heisst die Fähigkeit im Umgang mit Informationen und somit die Fähigkeit zur Eigenverantwortung nimmt zu. Informationen können zunehmend besser bewusst verwendet und eingesetzt werden.
  • Der Frontalkortex ist erst im Alter von ca. 20 Jahren im erwachsenen Zustand. Der Erwachsene kann den Umgang mit den Informationen bewusst steuern und sie für seine Bedürfnisse einsetzen.

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Fazit: Welche Konsequenzen müssen gezogen werden?

Take Home Messages

  • Das Gehirn ist maximal plastisch. Lernen ist eine grundlegende Eigenschaft des Menschen.
  • Hirnreifung und Lernleistung beeinflussen sich gegenseitig.
  • Zunehmende Lernerfahrung führt auch zu zunehmender Lernleistung.
  • Lernleistungen führen zu positiven Transfereffekten.
  • Der Frontalkortex reift bis 20 Jahre. Bis dann ist eine Erziehung notwendig.
  • Fordern heisst fördern.
  • Je früher je besser!
  • Je intensiver je besser!
  • Je länger je besser!
  • Use it or loose it!
  • Damit die Förderung gelingt braucht es eine hohe, lang anhaltende Motivation und eine positive Grundhaltung in der Gesellschaft.

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